Ausprobiert: Matjessalat mit Bohnen

Unser Kochclub fand diesmal in einer sehr kleinen Runde statt. Vier statt sieben Personen probierten sich am Zubereiten eines feinen, aber ausnahmsweise mal nicht zu aufwändigem Menüs. Unter anderem war als Vorspeise ein Rezept davei, dass wir in der Juni-Ausgabe des Magazins Feinschmecker entdeckten: Matjessalat mit Bohnen, Apfelvinaigrette und Speck-Chips.

Wegen des Zeitaufwandes haben mein Freund und ich die 500 g Keniabohnen und die dicken Bohnen (TK) bereits zu Hause gekocht. Wichtig war dabei, dass sie dicken Bohnen nach dem Kochen von ihren Häuten befreit wurden.

Matjessalat mit Bohnen

Bei unserer Gastgeberin angekommen, wurden zunächst die acht Scheiben Frühstücksspeck ohne Fett knusprig gebraten und anschließend auf Küchenkrepp entfettet. Acht Radieschen wurden in feine Scheiben geschnitten. Die vier Matjesfilets (bzw. zwei Doppelfilets) erhielten schräge Schnitte, so dass wir ca. ein Zentimeter breite Streifen erhielten. Letztlich noch eine rote Zwiebel in feine Ringe geschnitten und fertig waren die wichtigsten Vorbereitungen. Die Vinaigrette wurde hergestellt aus 2 1/2 Esslöffeln weißem Balsamicoessig (in Emangelung des laut Rezept eigentlich notwendigen Sherryessigs), 2 Teelöffeln scharfen Dijon-Senfs, 5 Esslöffeln Apfelsaft, 6 Esslöffeln Rapsöl (das wir sehr schätzen, weil er cholesterinfrei und gleichzeitig freundlich neutral ist) sowie Salz und schwarzem Pfeffer aus der Mühle. In die Vinaigrette kamen noch zwei enthäutete und klein gewürfelte Äpfel. Eigentlich gehörte noch Bohnenkraut hinein, das stand aber leider nicht zur Verfügung.

In eine Salatschüssel kamen nun die Bohnen, die Zwiebeln, die Radieschen und der Matjes. Die Vinaigrette wurde darüber gegeben undalles miteinander vermengt. Zum Schluss wurden die knusprigen Speckstreifen zerzupft und über den Salat gegeben.

Das Ergebnis war wunderbar. Der Matjes stand geschmacklich nicht wie erwartet im Vordergrund sondern ergänzte sich wunderbar mit den anderen Zutaten, insbesondere den Bohnen, Äpfeln und dem Speck. Das Mischungsverhältnis war einfach super. Wir genossen einen köstlichen Salat ohne Fischbrötchennachwirkungen oder füllenden Matjes-Sahne-Erfahrungen. Alles wurde aufgegessen, ohne dass wir überfordert gewesen wären für die folgenden beiden Gänge.

Wir werden den Salat noch mehrmals machen. Allerdings möchten wir beim nächsten Mal doch den vorgeschlagenen Sherryessig verwenden sowie das Bohnenkraut. Dies wird sicherlich noch mehr Würze in den Salat geben.

Aus der Küchenwerkstatt: Steckrübe mit Meer

Steckrübensuppe mit Zweierlei vom Lachs

Es sollte eine Suppe zur Vorspeise geben, soviel war klar. Nun stand mein Freund vor der Gemüseauslage und überlegte, welches Gemüse attraktiv genug sei. Und er entschied sich für die Steckrübe. Ein eigentlich etwas verkanntes Gewächs – wahrscheinlich, weil es so manche Leute an kriegsbedingt eingeschränkte Speisepläne erinnert. Aber die Steckrübe ist lecker. Und deshalb galt es, mal etwas Neues mit diesem Gemüse anzustellen.

Die Steckrübe wird zunächst geschält, in grobe Stücke geschnitten und dann gedämpft. Wir verwenden dazu gerne den Schnellkochtopf, weil das Gemüse darin schonend und gleichzeitig schnell gegart wird. Das Gemüse sollte schön weich sein. Mit meinem alten dreizackigen Kartoffelpiekser geht das sehr gut. Wenn die Steckrübenstücke etwas abgekühlt sind, werden sie in den Standmixer gegeben. Hinzu kommt Gemüsefond im Verhältnis 2:1 zum Gemüse. Das ganze wird nun durchgemixt, anschließend in ein Spitzsieb gegeben und mit einem Spatel durchgeseiht (hier verwende ich gerne den Top-Schaber von Tupperware, weil der so schön elastisch ist). Das Ganze kommt in einen beschichteten Topf und wird erhitzt. Zur Verfeinerung wird Soya Cuisine hinzugegeben (damit es leckerer wird, aber kein unnötiges Fett verwendet wird) sowie Salz und scharfes Chilipulver. Die leicht scharfe Note passt wunderbar zur Steckrübe.

Dem Gemüse gesellt sich nun Feines aus dem Meer hinzu, nämlich Zweierlei vom Lachs. Geräucherter und frischer Lachs werden in Stücke geschnitten und in die erhitzte Suppe gegeben. Das Ganze zieht nun gute zehn Minuten vor sich hin, so dass der Lachs verzehrfertig wird.

Diese Kombination von Steckrübe mit ihrem erdig-fruchtigen Geschmack, der leicht scharfen Note durch Chilipulver und dem Lachs mit seinem rauchig-meerigen Aroma ist einfach wunderbar. Wir haben die Suppe auf den Tellern nicht wirklich attraktiv angerichtet, wie man auf dem Bild sieht. Aber es ist denkbar, mit Kräutern auf dem Teller eine optische Aufhübschung hinzubekommen. Hier bieten sich Stengel von glatter Petersilie an.

Das Gericht kommt jedenfalls auf unsere Liste der für Gäste kochbaren Speisen. Die Suppe ist lecker!

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