Keramik statt Teflon: Der Bratpfannenkauf

Eine neue beschichtete Pfanne musste her. Die einzige (neben der Grillpfanne) ist mit ihrem Durchmesser von 28 cm für so manche Sachen doch zu groß. Wie oft wollte ich einen Rösti herstellen, der durch die Pfannengröße seine Größe erhält. Aber 28 cm sind dafür einfach zu groß. Oder auch zwei kleine schöne Steaks, für die die große Pfanne einfach einen zu großen Durchmesser hat und ich deshalb unnötig viel Energie zum Erhitzen verbrauchen muss.

Die neue Pfanne

So suchten wir uns vor einigen Tagen eine neue beschichtete Pfanne. Die Auswahl ist allerdings ziemlich groß. Beim Umschauen in den Ausstellungsständern der bekannten Firmen stießen wir auf die “Green-Life”-Serie der Firma Schulte-Ufer.* Und erstmals setzte ich mich mit Dingen beim Kochgeschirrkauf auseinander, die mich bislang nicht so beschäftigten. Die Beschichtung sah anders aus als gewohnt, in einem Grauton gehalten. Es handelt sich dabei um eine Keramikbeschichtung. Das Besondere daran ist wohl der Verzicht auf die klassische, chemische Beschichtung einer Pfanne. Die als Teflon bekannte Beschichtung besteht wohl aus Perfluroctansäure (PFOA), wobei in der Produktion Polytetrafluorethylen (PTFE) als Emulgator verwendet wird. Beide Chemikalien sind nicht unumstritten hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Auswirkungen bei hoher Erhitzung. Bei einer Pfanne kann es wohl dann zu Problemen führen, wenn sie für längere Zeit ohne Inhalt erhitzt wird. Die “Green-Life”-Serie verzichtet nach Herstellerangaben auf die Verwendung von PFOA und PTFA bei der Produktion und setzt vielmehr auf eine Beschichtung aus Keramik.

Nun, die Pfanne mit einem Durchmesser von 24 cm machte einen sehr guten Eindruck, auch in der Handhabung. Also wurde sie gekauft. Nach der Vorbereitung der erstmaligen Verwendung entsprechend der Packungsbeilage (Wasser in der Pfanne aufkochen lassen und anschließend den Innenraum mit ein paar Tropfen Öl auswischen) wurde sie auch sogleich ausprobiert zum Braten. Und was soll man sagen – perfekt! Der Pfannenboden erhitzt sich schnell und überaus gleichmäßig auf dem Ceranfeld des Herdes. Die Beschichtung ist zuverlässig. Es war nahezu kein Fett nötig für das Anbraten.

Dies hat uns wohl einen derartigen Hype beschert, dass wir am nächsten Tag noch einmal in das Geschäft gegangen sind und eine kleinere sowie eine 28 cm große Pfanne gekauft haben. Die alte (klassisch beschichtete) Pfanne mit ihren unbeständigen Eigenschaften (ungleichmäßiges und äußerst langwieriges Erhitzen) hatte somit nach mehreren Jahren ausgedient.

Nun zählen wir also plötzlich drei neue beschichtete Pfannen unser eigen – und sind sehr froh darüber (es gab sogar genug Platz im Schrank dafür)! Mal schauen, mit welcher Lebensdauer die Pfannen uns den Anschaffungspreis lohnen werden.

*) Die Erwähnung der Firma ist nur den Tatsachen geschuldet. Ich habe keine Vergünstigungen der Firma Schulte-Ufer erhalten noch möchte ich sie in besonderer Weise hervorheben.

Hähnchencurry im Café Central

Mein Freund und ich gehen nicht häufig auswärts essen. Da wir selbst viel kochen, muss sich jedes Lokal und das dort angebotene Essen unserer Knock-Out-Frage stellen: Hätten wir es geschmacklich und optisch genauso hinbekommen?

Vor einiger Zeit waren wir mal wieder Essen im Café Central in der Jülicher Str. / Ecke Lindenstraße, das zum Hotel Chelsea gehört. Früher war die Menge der angebotenen Speisen sehr groß und ich musste immer wieder feststellen, dass ich nicht wirklich zufrieden war (insbesondere verglichen mit dem Geld, das ausgegeben werden musste). Seit geraumer Zeit hat sich das Speisenangebot deutlich verkleinert, was an sich ja zunächst einmal ein gutes Zeichen ist.

Uns beiden stand der Appetit nach Hühnchen, so dass wir ein Hühnchencurry mit Reis bestellten. Das Curry war überaus köstlich; die Balance zwischen süß und scharf war hervorragend. Das Gemüse auf den Punkt gekocht, so dass es noch leicht knackig war. Allerdings entpuppte sich das ausgewiesene Hühnchenfleisch als Putenfleisch. Das tat dem Geschmack zwar keinen Abbruch, war aber nun nicht genau das, was wir wollten (auf eine Reklamation hatten wir allerdings verzichtet). Zweiter Minuspunkt war leider der Reis. Er war nicht frisch gekocht. Die trockenen Reiskörner auf der Oberseite des kleinen Reishügels wiesen aus, dass der vorab gekochte Reis einfach noch einmal in die Mikrowelle gestellt wurde. Schade. Unsere Knock-Out-Frage mussten wir also eindeutig mit Ja beantworten.

Nichtsdestotrotz genossen wir den weiteren Abend im Café, da die Kaffeehausatmosphäre dort einfach unschlagbar ist. Der leckere Wein, der zu einem fairen Preis ausgeschenkt wird, trug sein Übriges dazu bei.

Ausprobiert: Matjessalat mit Bohnen

Unser Kochclub fand diesmal in einer sehr kleinen Runde statt. Vier statt sieben Personen probierten sich am Zubereiten eines feinen, aber ausnahmsweise mal nicht zu aufwändigem Menüs. Unter anderem war als Vorspeise ein Rezept davei, dass wir in der Juni-Ausgabe des Magazins Feinschmecker entdeckten: Matjessalat mit Bohnen, Apfelvinaigrette und Speck-Chips.

Wegen des Zeitaufwandes haben mein Freund und ich die 500 g Keniabohnen und die dicken Bohnen (TK) bereits zu Hause gekocht. Wichtig war dabei, dass sie dicken Bohnen nach dem Kochen von ihren Häuten befreit wurden.

Matjessalat mit Bohnen

Bei unserer Gastgeberin angekommen, wurden zunächst die acht Scheiben Frühstücksspeck ohne Fett knusprig gebraten und anschließend auf Küchenkrepp entfettet. Acht Radieschen wurden in feine Scheiben geschnitten. Die vier Matjesfilets (bzw. zwei Doppelfilets) erhielten schräge Schnitte, so dass wir ca. ein Zentimeter breite Streifen erhielten. Letztlich noch eine rote Zwiebel in feine Ringe geschnitten und fertig waren die wichtigsten Vorbereitungen. Die Vinaigrette wurde hergestellt aus 2 1/2 Esslöffeln weißem Balsamicoessig (in Emangelung des laut Rezept eigentlich notwendigen Sherryessigs), 2 Teelöffeln scharfen Dijon-Senfs, 5 Esslöffeln Apfelsaft, 6 Esslöffeln Rapsöl (das wir sehr schätzen, weil er cholesterinfrei und gleichzeitig freundlich neutral ist) sowie Salz und schwarzem Pfeffer aus der Mühle. In die Vinaigrette kamen noch zwei enthäutete und klein gewürfelte Äpfel. Eigentlich gehörte noch Bohnenkraut hinein, das stand aber leider nicht zur Verfügung.

In eine Salatschüssel kamen nun die Bohnen, die Zwiebeln, die Radieschen und der Matjes. Die Vinaigrette wurde darüber gegeben undalles miteinander vermengt. Zum Schluss wurden die knusprigen Speckstreifen zerzupft und über den Salat gegeben.

Das Ergebnis war wunderbar. Der Matjes stand geschmacklich nicht wie erwartet im Vordergrund sondern ergänzte sich wunderbar mit den anderen Zutaten, insbesondere den Bohnen, Äpfeln und dem Speck. Das Mischungsverhältnis war einfach super. Wir genossen einen köstlichen Salat ohne Fischbrötchennachwirkungen oder füllenden Matjes-Sahne-Erfahrungen. Alles wurde aufgegessen, ohne dass wir überfordert gewesen wären für die folgenden beiden Gänge.

Wir werden den Salat noch mehrmals machen. Allerdings möchten wir beim nächsten Mal doch den vorgeschlagenen Sherryessig verwenden sowie das Bohnenkraut. Dies wird sicherlich noch mehr Würze in den Salat geben.

Nachmittagskaffee: Im Maybach, Köln

Nach einer schönen bis erregenden Sonntagnachmittagsfahrt am Rheinufer in Köln gönnten mein Freund und ich uns einen Kaffee. Wir suchten das “Maybach” in der Maybachstraße auf. Wir trafen ein, als gerade das Brunchbuffet abgebaut war. Es waren auch nicht viele Leute anwesend – wahrscheinlich waren die Kölner bei dem schönen Wetter eher unterwegs als im Café. Leider wirkt das Café-Restaurant bei wenigen Anwesenden eher hallenmäßig. Hier machen sich die fehlenden Bilder an den Wänden deutlich bemerkbar. Die sehr schönen und großen Lampenschirme, die von der Decke herabhängen, machen dies leider nicht wett. Tische und Stühle in Reih und Glied wirken hier bei geringer Besucherzahl darüber hinaus sehr steril.

Milchkaffee im Maybach, Köln

Mein Freund bestellte – wie üblich – einen Kaffee und ein Mineralwasser, ich einen Milchkaffee. Sein Kaffee war nach seiner Auskunft aromatisch, mein Milchkaffee leider etwas wässrig schmeckend. Der Kaffee hat anscheinend keine ausreichende Geschmackskraft, um in der Vermengung mit Milch noch ausreichend Aroma zu entfalten. Und was ich auch nicht so schön finde sind Kleckereien am Becher (siehe Foto). Das Auge – in diesem Falle – trinkt ja auch mit. Und da ich Süßstoff bevorzuge, hatte ich auf einen ästhetischen Süßstoffspender gehofft; es steht ja auch ein schöner Zuckerstreuer auf dem Tisch. Leider gab es den Süßstoff nur in Beutelchen. Ich verstehe übrigens nicht, warum man überall zwei Beutelchen mit insgesamt vier Tabletten bekommt; nirgendwo würde man die äquivalenten vier Zuckerbeutel serviert bekommen (unnötiger Müll).

Atmosphärisch und kaffeemäßig wurde ich also leider nicht befriedigt. Schade, denn das Lokal hat durch seine Lage und der grundsätzlichen Einrichtung wirklich Potenzial.

In der Verkostung: Stahl-Weine 2010

bevorzugte Weine vom Weingut Stahl

Wein muss man probieren. Er ist keine Konfektionsware wie Bier, das immer gleich schmeckt. Jeder Jahrgang ist unterschiedlich. Scheint die Sonne, regnet es viel, gibt es Weinstöcke vernichtende Stürme – das sind u.a. beeinflussende Faktoren auf die Quantität und Qualität des Weins eines Jahrgangs. Also probierten wir mal wieder Weine vom Weingut Stahl aus Franken. Weißweine des Jahrgangs 2010 wollten wir verköstigen. Ein angebotenes Probierpaket bot sich dafür an.

Unsere Favoriten sind ein Müller-Thurgau und ein Cuvée. Der “Hasennest Müller Thurgau” ist dabei ein Wein, der sehr fein ist. Er präsentiert sich als junger Wein noch leicht moussierend, was eine frische Note gibt. Fruchtige Aromen gelangen in die Nase und an die Zunge. Er wirkt sehr leicht. Würde ich dem Wein einer Geschmacksfarbe zuordnen wollen, würde ich ein helles gelb wählen. Aber auch im Glas sieht der Wein klar gelb aus – mitsamt der leichten Blasen des Moussierens. Die Flasche gibt es zum Preis von 8,50 Euro.

Der Cuvée “Sommer 2011″ (6 Euro/Flasche) weist dagegen weniger Geschmackstiefe auf, ist aber ein richtiger Schlotzer. Er ist leicht, gelb in der geschmacklichen Farbe und wird gerade auf dem Balkon im Sommer einen wunderbaren Begleiter zum Essen darstellen. Aber auch solo ist er beachtenswert und begleitet Gespräche und Diskussionen in der untergehenden Sonne. Den trinkt man einfach gerne.

Diese beiden Weine werden wir auf jeden Fall bestellen. Sie seien zum Testen empfohlen!

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